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Der Verein - Spvgg Wildenburg
1970 e.V Schon
vor dem zweiten Weltkrieg rollte das Leder...
Wie groß die Schar der Sportbegeisterten aus
Kempfeld war, die 1924 den Sportverein gründeten, lässt sich leider
nicht mehr genau feststellen. Es ist aber bekannt, welche jungen Leute
die Triebkräfte zur Gründung waren. Nach dem traditionellen
Frühlingskonzert des hiesigen Männergesangvereins am ersten Ostertag
1924 saßen dreizehn junge Leute im Gasthaus Stumm in froher Runde
zusammen, und nachdem die gesanglichen Leistungen eifrig diskutiert
worden waren, landete man wieder einmal beim Thema "Sport". Obwohl das
Taschengeld zu damaliger Zeit recht knapp bemessen war, opferte
schließlich jeder 1,00 Mark zur Beschaffung eines Fußballes. Mit den
Zusammengekommenen 13,00 Mark wurde am folgenden Tage eine Abordnung mit
Fahrrädern nach Oberstein geschickt, um einen Fußball zu kaufen. Keine
leichte Sache, denn am zweiten Ostertag waren auch damals die Geschäfte
geschlossen. Aber schließlich gelang es doch, den Inhaber des
Schuhgeschäftes Kröninger herauszutrommeln und einen Ball für 12,00 Mark
zu erstehen. Mit vor Stolz geschwellter Brust trat man die Heimreise an.
In jeder freien Stunde rannte man hinter dem Lederball her. Da man gerne
seine Kräfte mit anderen Spielern gemessen hätte, suchte man Kontakt mit
dem ersten im Amtsbezirk Kempfeld gegründeten Sportverein, Bruchweiler,
und vereinbarte mit ihm ein Freundschaftsspiel. Den Fußballspielern
fehlte aber der Rückhalt, den die Alten hätten geben können. Die älteren
Leute standen abseits. Von einem Spiel wollten sie nichts wissen, und
von einem Spiel, in dem getreten wurde und es Verletzte geben könnte,
schon gar nicht.
Um so größer war die Verwunderung, als viele
Zuschauer aus Kempfeld und Bruchweiler kamen, als nachstehende
Mannschaft an einem Sonntagnachmittag auf einem provisorisch
hergerichteten Sportplatz auf "Fuchse Wies", zum Spiel antrat:

Hugo Hagner, Rudi Mildenberger, Otto Becker,
Rudolf Schmidt, Walter Stützel, Willi Weyand,
Hermann Raßkopf, Willi Wannemacher, Ernst Schüßler, Ernst Becker und
Richard Weyand
Eifer und Einsatzwillen dieser Elf reichten gegen die größere
Spielerfahrung der gegnerischen Mannschaft nicht aus, und so ging das
Spiel 8:1 verloren. Das Resultat konnte aber keineswegs die Freude am
Spiel beeinträchtigen. Im Gegenteil, nun wurde erst recht mit Fleiß
gearbeitet und trainiert, um das spielerische Können zu heben. Mehrere
Wochen blieb es beim führerlosen Haufen. Es blieb alles ohne System, bis
sich Lehrer Müller der Sportsache annahm. Nach einigen Vorbesprechungen
kam es am 1. Juni 1924 im Gasthaus Stumm zur Gründung des Vereins, dem
man den Namen "Sportverein Kempfeld 1924" gab. Die Opferwilligkeit der
Mitglieder wird aus dem festgesetzten Eintrittsgeld und der Höhe der
Beiträge recht deutlich.
Der erste Vorstand setzte sich wie folgt zusammen:
Vorsitzende Lehrer Wilhelm Müller und Walter Becker, Schriftführer Hugo
Hagner und Richard Weyand, Kassierer Ludwig Schuster und Karl Arend.
Platzwart war Emil Müller und Zeugwart Hermann Raßkopf.
Ein zur Jahreshauptversammlung am 3 Januar 1925, die im Schulsaal
stattfand, angelegtes Verzeichnis gibt Aufschluss über den damaligen
schon recht beachtlichen Mitgliederbestand. Dem Verein gehörten an
diesem Tage bereits 32 aktive und 40 passive Mitglieder an.
Da dem SV Kempfeld unterdessen von der
Gemeinde ein Sportplatz an der Mörschieder Straße zur Verfügung
gestellt worden war, konnte von Beginn der Spielzeit 1925/26 ab der
Spielbetrieb dort abgewickelt werden
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der
Spielbetrieb wieder aufgenommen...
Der zweite Weltkrieg unterbrach das Vereinsleben
bis 1946 und legte es völlig lahm. Er riss empfindliche Lücken in die
Reihen der Sportler. Nachdem
der SV Kempfeld von der Besatzungsbehörde schon früh zugelassen worden
war, fiel es schwer, infolge der Kriegsverluste eine Mannschaft
zusammenzubringen. Gerne wurden daher Spieler aus Asbach, Bruchweiler,
Schauren und Sensweiler aufgenommen. Wegen der Ausweitung des
Vereinsgebietes erfolgte 1946 die Umbenennung des Vereins in "FC
Hochwald" Kempfeld.
Die Gründung der Sportvereinigung...
Die Sportvereinigung Wildenburg ist
1970 aus den 3 Ursprungsvereinen FC Kempfeld, TuS Schauren und SV
Bruchweiler entstanden. Der Verein ist in zwei Verbandsgemeinden (Herrstein
und Rhaunen) beheimatet und umfasst die Ortsgemeinden Kempfeld,
Bruchweiler, Schauren und Asbach (alle Kreis Birkenfeld,
Rheinland-Pfalz). Neben Fußball im
Senioren- und Junioren-Bereich bietet die Spvgg. seit Jahren ein
umfassendes und beispielhaftes Breitensport-Angebot an.
Seit
der Saison 2005/06 - Die SG Wildenburg/Hottenbach
Auch wenn es sie eigentlich im SWFV noch nicht gibt und sie
auch noch nicht unterstützt werden, wurde ab der Saison 2005/2006 eine
Spielgemeinschaft im Senioren-Fußballbereich mit dem Nachbarverein SV
Hottenbach gegründet.
Um auch in Zukunft eine sportliche Perspektive zu haben, war dieser
Schritt notwendig, da beide Vereine ansonsten nur duch "Spielerkauf"
sportlich hätten überleben können. Da sich beide Vereine aber als reine
Amateurvereine im besten Sinne sehen, kam dieser Schritt aber zu keiner
Zeit in Frage, zumal dieses auch nicht immer den gewünschten Erfolg hat,
wie einige Beispiele in der Region zeigen.
Durch diese SG ist die Spvgg. Wildenburg zusammen mit dem SV Hottenbach
in der Lage, 2 Teams (SG I, SG II) um Punkte kämpfen zu lassen.
Erste Früchte trug die SG schon in der ersten gemeinsamen Saison durch
den souveränen Aufstieg der 1. Mannschaft in die Bezirksliga Nahe im
Spieljahr 05/06. Leider stieg man in der Saison 07/08 sehr unglücklich
wieder ab und spielt derzeit in Bezirksklasse Nahe West.
Seit der Saison 2006/2007 wurde die Spielgemeinschaft auch auf den
Jugendbereich ausgeweitet, wobei auch Mannschaften unter der Regie des
SV Hottenbach spielen.
Hervorzuheben ist das sehr freundschaftliche Verhältnis von
Wildenburgern und Hottenbachern untereinander, egal ob Spieler,
Funktionär oder Fan.
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